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Liebe Leserin, lieber Leser!
Wie das Magazin GEO in seiner November-Ausgabe
berichtet, kann sich geistige Aktivität auf die
genetische Information in Nervenzellen auswirken.
Die Aktivität führt nämlich zur Ausbildung
sogenannter epigenetischer Methylgruppen, die sich
auf die Gene setzen und deren Informationen an- oder
ausschalten können. Junjie U Guo von der Johns
Hopkins University in Maryland, USA, und seine
Kollegen stellten an Mäusen fest, dass angeregte
Nervenleitungen ein völlig anderes Schalternetz
ausbilden als untätige Neuronen. Mit anderen Worten:
Wer geistig rege ist, optimiert sein Hirn sogar auf
molekularer Ebene, während Denkfaulheit zu immer
schlechteren Leistungen führt.
Die Forscher halten es sogar für möglich, dass mit
einer geeigneten "Aktivitätstherapie" die Schalter
bei Sucht- oder chronisch Kranken umprogrammiert
werden können: Eine etwaige genetische Neigung zu
Drogenabhängigkeit oder Rheuma könnten so
"ausgeschaltet" und unschädlich gemacht werden.
Herzliche Grüße
aus der Projektleitung.
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