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Nachricht |
| < Pädagogische Psychologie ~ Fertigkeitserwerb |
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Verfasst am:
07.12.2009, 22:54
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Anmeldungsdatum: 07.12.2009
Beiträge: 1
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Hi, ich brauche Hilfe. Ich muss für ein Seminar eine Hausaufgabe machen und blick das nicht so ganz. Mir sind die 3 Phasen des Fertigkeitserwerb klar, ich krieg aber den Transfer nicht so ganz hin.
Also:
1. Die Schüler einer Schulklasse A befinden sich hinsichtlich des Erwerbs einer Fertigkeit in der kognitiven Phase; die Schüler der Klasse B (eine Klassenstufe höher) befinden sich diesbezüglich in der assoziativen Phase. Welche Lehr(!)-Methoden würden Sie jeweils für sinnvoll halten. Begründen Sie!
2. In der assoziativen Phase kann es passieren, dass die Ausführung der Handlung wieder schlechter wird (langsamer, fehlerhafter), sobald man sich besonders auf die einzelnen Handlungsschritte konzentriert.
Erklären Sie dieses Phänomen lernpsychologisch.
Bitte helft mir!!!  |
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Verfasst am:
11.01.2010, 19:26
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Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 121
Wohnort: Pfaffenhofen
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Realitätsnah ist die Aufgabe nicht lösbar, da FERTIGKEITEN angeboren sind und entfaltet, entwickelt, geübt, gestärkt, anerkannt, gepflegt und dergleichen mehr werden müssen. Fertigkeiten können nicht erworben werden; drum finden sie sich auch nicht im Versandkatalog im Angebot. Fertigkeiten können auch nicht vermittelt werden, selbst wenn das sogar in Länderverfassungen so vor-geschrieben ist.
Die Pädagogische Vorgabe zum Erwerb von Fertigkeiten zeugt folglich nur davon, a) dass offensichtlich diese "Pädagogen" keine Ahnung vom Leben haben und b) dass alle - wie in Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern - jeden beliebigen Unsinn mitmachen aus Angst, man könne sagen, dass sie nicht für ihr Amt taugen. Du hast auch Angst, Deinem Seminarleiter zu sagen, dass er nackt ist.
Und noch was: Je weniger sie selber auch nur ein kleines Problem lösen können, umso komplizierter ist die Wissenschaft, mit der sie davon ablenken.
Die "kognitive" und die "assoziative Phase" sind nichts weiter als Konstrukte einer impotenten Pädagogik, primitive Taschenspielertricks, mit denen man die Aufmerksamkeit von der eigenen praktischen Unfähigkeit ablenkt. Natürlich muss "die Ausführung der Handlung wieder schlechter werden" wenn ich jemand durch verkehrte Handlungsanweisung in eine Krise treibe, bis er steckenbleibt. Lustigerweise geht es ihm ausgerechnet dann besser, wenn er flachliegt und keine Pädagogik mehr anwenden kann. Und die Probleme wachsen wieder, sobald er wieder zu Kräften gekommen ist und mit demselben Unsinn wieder von vorne anfängt. Man kann es messen.
Ich gebe zu, dass meine Stellungnahme aus der Perspektive der neuen Ich-kann-Schule ein wenig provokativ sein mag, für die Qualität der Vorgaben der Pädagogik ist sie aber sicher noch ziemlich sanft.
Ich tät in Deinem Fall mit gesundem Menschenverstand ein wenig mit einer ungesunden Pädagogik abrechnen: deutlich. Damit wäre vielleicht allen geholfen. Viel Glück!
Franz Josef Neffe |
_________________ "Immer wenn ich nichts im Kopf habe, ist die Gefahr besonders groß, dass mir was einfällt." fjn |
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